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Spiel den Blues mit dem iPad

Der Blues ist über hundert Jahre alt – und steckt trotzdem in fast jedem Rock-, Pop- und Hip-Hop-Stück, das du kennst. In diesem Lab lernst du, wie er gebaut ist. Und dann spielst du ihn selbst: auf dem iPad, mit GarageBand.

Das Beste daran: Du brauchst dafür kein Instrument gelernt zu haben. GarageBand kann man so einstellen, dass nur noch Töne übrig bleiben, die zum Blues passen. Falsch spielen ist dann fast unmöglich.

Erst der Soundcheck

Drei kurze Stationen: Woher der Blues kommt, wie die 12 Takte funktionieren und was Blue Notes sind. Zusammen etwa eine Doppelstunde.

Dann die Bühne

Vier Wege, wie du den Blues spielen kannst – vom ersten Solo bis zur ganzen Band. Du suchst dir aus, was zu dir passt.

Immer dabei: die Bluesmaschine

Ein Playback, das dir das Bluesschema vorspielt und anzeigt, welcher Akkord gerade dran ist. Damit übst du dein Solo.

Zuerst: dein Code

Damit deine Antworten nicht weg sind, wenn du das iPad wechselst oder den Browser schließt, legst du dir einen persönlichen Code an – zum Beispiel mia-7b. Merk ihn dir gut, er ist dein Schlüssel.

Was du am Ende abgibst
1 · eine Aufnahme oder ein GarageBand-Projekt von deinem Blues
2 · deine Antworten aus den drei Stationen
3 · den ausgefüllten Bewertungsbogen als PDF

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Alles freigeschaltet, Lösungen sichtbar.

Station 1 · Woher kommt der Blues?

Musik aus harter Arbeit

Der Blues entsteht im Süden der USA, gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Gesungen wird er von Afroamerikanerinnen und Afroamerikanern – Menschen, deren Vorfahren als Sklaven nach Amerika verschleppt worden waren und die auch nach dem Ende der Sklaverei noch bitterarm auf Baumwollfeldern arbeiteten.

Bei dieser Arbeit wurde gesungen: Worksongs, die den Takt der Arbeit vorgaben, und Spirituals, religiöse Lieder voller Hoffnung. Aus diesen Wurzeln wächst der Blues – zusammen mit europäischen Instrumenten wie der Gitarre und europäischen Akkorden. Der Blues ist eine Mischung aus zwei Musikwelten.

Ruf und Antwort

Bei den Worksongs rief einer eine Zeile, alle anderen antworteten. Das heißt Call and Response – Ruf und Antwort. Im Blues bleibt das erhalten, nur anders verteilt: Die Sängerin singt eine Zeile, und dann antwortet die Gitarre. Ruf – Antwort – Ruf – Antwort.

Genau deshalb klingt ein Blues nie wie durchgehender Gesang. Es ist immer ein Gespräch.

Die AAB-Form

Ein Bluestext hat fast immer drei Zeilen – und die mittlere wiederholt die erste:

A  Bin heut früh aufgestanden, mein Bus war schon weg
A  Bin heut früh aufgestanden, mein Bus war schon weg
B  Jetzt lauf ich durch den Regen, und mein Schuh hat ein Leck

Warum die Wiederholung? Zwei Gründe. Erstens hatte die Sängerin so beim Improvisieren Zeit, sich die dritte Zeile auszudenken. Zweitens wirkt die Beschwerde doppelt so schwer, wenn man sie zweimal hört – und die Antwort am Ende trifft umso härter.

Vom Feld in die Stadt – und in deine Playlist

In den 1940er-Jahren ziehen viele Menschen aus dem Süden in die Großstädte des Nordens, vor allem nach Chicago. In lauten Clubs hört man eine leise Gitarre nicht mehr – also wird sie elektrisch verstärkt. Aus dem Country Blues wird der Chicago Blues: lauter, härter, mit Schlagzeug und Bass.

Von da ist es nur noch ein kleiner Schritt. Aus dem Blues entstehen in den 1950er- und 1960er-Jahren Rock 'n' Roll, Rock und Soul. Chuck Berry, Elvis Presley, die Rolling Stones, später AC/DC, Amy Winehouse, sogar viele Hip-Hop-Beats – überall steckt das Bluesschema drin. Deshalb nennt man den Blues auch ein „zentrales Gen" der populären Musik.

Merkwissen · Blues

  • Wo und wann: Süden der USA, um 1900, aus afroamerikanischer Musik
  • Wurzeln: Worksongs und Spirituals + europäische Instrumente und Akkorde
  • Call and Response: Ruf und Antwort – Stimme und Instrument im Wechsel
  • AAB: drei Textzeilen, die zweite wiederholt die erste
  • Wirkung: Aus dem Blues entstehen Rock 'n' Roll, Rock, Soul und vieles mehr

Station 2 · Zwölf Takte, immer wieder

Ein Bauplan, den alle kennen

Das Besondere am Blues: Er hat einen festen Bauplan. Zwölf Takte lang, dann fängt er von vorne an. Und weil alle Musikerinnen und Musiker diesen Bauplan kennen, können sich wildfremde Leute auf eine Bühne stellen und zusammen spielen – ohne Noten, ohne Probe. Es reicht zu sagen: „Blues in C."

In diesen zwölf Takten kommen nur drei Akkorde vor. Man nennt sie nach ihrer Stufe in der Tonleiter: die I. Stufe, die IV. Stufe und die V. Stufe.

I · Zuhause

Der Grundakkord. Hier fängt alles an und hier hört alles auf. In C-Dur ist das C.

IV · Ausflug

Ein Schritt weg von zuhause. Es wird anders, aber nicht unruhig. In C-Dur ist das F.

V · Spannung

Der Akkord, der nach Hause zieht. Er kommt nur einmal – in Takt 9. In C-Dur ist das G.

So sieht der Bauplan aus

Lies von links nach rechts, Zeile für Zeile. Jedes Feld ist ein Takt:

Jede Zeile hat vier Takte – und passt genau zu einer Textzeile der AAB-Form: Zeile 1 = A, Zeile 2 = A, Zeile 3 = B.

Fällt dir auf, wie ungleich die drei Akkorde verteilt sind? Die I. Stufe hat sieben Takte, die IV. Stufe drei, die V. Stufe nur einen einzigen. Trotzdem ist Takt 9 der spannendste Moment im ganzen Blues – weil man dort am weitesten von zuhause weg ist.

Hör es dir an

Wirf die Bluesmaschine an und schau beim Hören auf das Raster: Das leuchtende Feld ist der Takt, der gerade läuft. Wechsle die Tonart und das Tempo und hör, wie der Bauplan gleich bleibt, obwohl alles anders klingt.

Zwei Extras, die fast alle spielen

Der schiefe Ton (Septakkord). Im Blues spielt man die Akkorde selten „sauber". Man hängt einen zusätzlichen Ton dran, der ein bisschen reibt. Aus C wird C7, aus F wird F7. Genau diese leichte Schräglage macht den Bluesklang aus – probier in der Maschine den Haken „Septakkorde" aus.

Die Schleife am Ende (Turnaround). Manche spielen in Takt 12 statt der I. Stufe noch einmal die V. Stufe. Das zieht den Blues nach vorn, direkt zurück in Takt 1 – wie eine Schleife, die sich nicht schließen will.

Merkwissen · Das 12-Takt-Schema

  • 12 Takte, dann von vorn – in 3 Zeilen zu je 4 Takten
  • 3 Akkorde: I (Takte 1–4, 7, 8, 11, 12) · IV (5, 6, 10) · V (9)
  • Septakkorde (C7, F7, G7) klingen typisch nach Blues
  • Der Bauplan ist überall gleich – nur die Tonart wechselt

Du willst das Schema in anderen Tonarten durchgehen, mit Noten und Klaviatur? Das geht in der Musikwerkstatt im Bereich „Blues".

Station 3 · Blue Notes und der Shuffle

Töne zwischen den Tasten

Der Blues kommt aus zwei Musikwelten – und das hört man. Die afrikanische Tradition kennt Töne, die es auf einem europäischen Klavier gar nicht gibt: Töne, die zwischen zwei Tasten liegen. Sängerinnen und Gitarristen können sie treffen, indem sie den Ton ziehen oder rutschen lassen.

Auf dem Klavier behilft man sich: Man spielt einfach die Taste darunter, den etwas tieferen Ton. Diese absichtlich „nach unten gebogenen" Töne heißen Blue Notes. Sie sind der Grund, warum ein Blues auch dann traurig klingt, wenn die Akkorde Dur sind.

Die Bluestonleiter – nur sechs Töne

Für ein Solo brauchst du nicht alle zwölf Töne. Es reichen sechs. Diese sechs Töne heißen zusammen Bluestonleiter – und das Schöne ist: Sie passen über alle drei Akkorde des Schemas. Du kannst also durchspielen, ohne auf die Akkordwechsel zu achten.

Tipp den Pad an und hör dir die Töne an. Die drei rot umrandeten sind die Blue Notes.

Der Pad klingt zusammen mit der Bluesmaschine. Starte sie unten und improvisier dazu – genau das machst du gleich auf dem iPad, nur mit besserem Klang.

Der Shuffle: warum Blues „humpelt"

Zähl mal in einem Popsong mit: eins-und-zwei-und-drei-und-vier-und. Die Achtel sind alle gleich lang – das klingt gerade und glatt.

Im Blues ist das anders. Da ist die erste Achtel länger und die zweite kurz, wie ein Hinken oder ein Galopp: taa-ta taa-ta taa-ta. Das heißt Shuffle oder ternäre Rhythmik. Es ist der Grund, warum man bei Blues fast automatisch mit dem Fuß wippt.

In der Bluesmaschine kannst du den Haken „Shuffle" ausschalten. Hör den Unterschied – ohne Shuffle klingt derselbe Blues plötzlich steif.

Merkwissen · Blue Notes und Shuffle

  • Blue Notes sind abgesenkte Töne: die 3., die 5. und die 7. Stufe
  • Die Bluestonleiter hat sechs Töne und passt über alle drei Akkorde
  • Ohne Blue Notes bleibt die Pentatonik – fünf Töne, weicher
  • Shuffle (ternär): lange Achtel, kurze Achtel – nicht gerade
  • Genau diese Tonauswahl stellst du gleich in GarageBand ein

Die Bluesmaschine

Ein Bluesschema, das im Browser gebaut wird – Schlagzeug, Bass und Klavier. Du stellst Tonart und Tempo ein, die Maschine spielt, und das Raster zeigt dir, welcher Takt gerade läuft.

So benutzt du sie im Unterricht: Die Maschine läuft über die Boxen im Raum oder auf einem zweiten Gerät. Alle anderen spielen auf ihren iPads dazu. Wenn du eine Spur selbst übernehmen willst – zum Beispiel den Bass –, schalte sie hier einfach aus.

Verloren im Schema? Das passiert allen am Anfang. Schau auf die vier Punkte rechts: Sie zählen die Schläge im Takt. Und schau auf die große Akkordanzeige – wenn dort IV steht, bist du in Takt 5, 6 oder 10.

Station 4 · Das iPad einstellen

Jetzt wird GarageBand zu deinem Blues-Instrument. Die vier Schritte hier machst du einmal – danach kannst du auf allen Wegen auf der Bühne losspielen. Hak ab, was du geschafft hast.

1 GarageBand öffnen und ein Instrument wählen

Öffne GarageBand und tippe auf + Song erstellen. Wisch durch die Instrumente und wähle eines aus, das zum Blues passt:

  • Keyboard → darin „Smart Piano" oder eine Orgel. Die Hammond-Orgel ist der Bluesklang schlechthin.
  • Gitarre → eine verzerrte oder eine saubere E-Gitarre.
  • Bass → für die tiefe Begleitung.
  • Drums → für den Shuffle-Rhythmus.
Screenshot folgt:
Instrumentenauswahl in GarageBand
2 Die Tonart festlegen

GarageBand steht von sich aus auf C-Dur. Das ist für den Anfang völlig in Ordnung – wenn du aber mit anderen zusammenspielst, müssen alle dieselbe Tonart haben.

Tippe oben rechts auf das Zahnrad ⚙︎ und dann auf Tonart. Wähle dort deinen Grundton. Diese Einstellung bestimmt gleichzeitig, auf welchem Ton deine Bluestonleiter aufgebaut wird.

Screenshot folgt:
Zahnrad → Songeinstellungen → Tonart
Achtung beim Zusammenspielen: Tonart, Tempo und Shuffle müssen auf allen iPads gleich eingestellt sein. Sonst klingt es schief – und zwar richtig.
3 Nur noch Bluestöne übrig lassen

Das ist der wichtigste Trick. GarageBand kann alle Töne ausblenden, die nicht zur Bluestonleiter gehören – so wie man bei einem Glockenspiel die Klangplatten wegnimmt, die man nicht braucht. Was übrig bleibt, passt immer.

  1. Beim Keyboard: Achte darauf, dass die Klaviatur zu sehen ist, nicht die Akkordansicht.
    Bei Gitarre, Bass, Streichern: Schalte oben rechts von „Akkorde" auf „Noten" um.
  2. Tippe rechts über der Klaviatur auf „Skala".
  3. Wähle „Blues (Dur)" oder „Blues (Moll)".

Die Tastatur verändert sich sofort: Es sind nur noch die Töne der Bluestonleiter da – breit genug, um sie sicher zu treffen.

Screenshot folgt:
Knopf „Skala" und die Liste mit „Blues (Dur)"

Moll oder Dur? „Blues (Moll)" klingt rauer und trauriger, „Blues (Dur)" freundlicher. Probier beides – für die ersten Soli ist Moll meist dankbarer.

4 Eigene Akkorde auf die Tasten legen

Diesen Schritt brauchst du nur, wenn du begleiten willst (Weg B). GarageBand hat in der Akkordansicht große Felder, die auf einen Fingertipp einen ganzen Akkord spielen – und du bestimmst, welche das sind.

  1. Wechsle über das Akkordsymbol oder den Text „Akkorde" in die Akkordansicht.
  2. Zahnrad ⚙︎ → „Akkorde bearbeiten".
  3. Tippe eines der Akkordfelder unten an und stelle es ein:
    Grundton | Akkordtyp | Erweiterungston | Basston
  4. Lege dir die drei Akkorde deines Blues zurecht. In C: C7, F7, G7. Für „7" stellst du beim Erweiterungston die 7 ein.

Die Akkordfelder sind zweigeteilt: Oben (heller) kannst du den Akkord in verschiedenen Lagen spielen, unten (dunkler) liegen die Basstöne. Damit klingt dieselbe Begleitung mal luftig, mal wuchtig.

Screenshot folgt:
Akkorde bearbeiten – Grundton, Typ, Erweiterung, Bass

Geschafft?

Die Bühne · Vier Wege zu deinem Blues

Hier gibt es keine Reihenfolge und kein „zu leicht". Alle vier Wege führen zum selben Ziel: Du machst Bluesmusik. Such dir den aus, der zu dir passt – und wenn du fertig bist, nimm dir noch einen vor.

Die Wege lassen sich auch kombinieren. Wenn jemand Weg B spielt (Begleitung) und jemand anders Weg A (Solo), habt ihr zu zweit schon einen kompletten Blues. Baut jemand in Weg D ein Playback, können alle anderen darüber improvisieren.

Trag unten ein, welchen Weg du gewählt hast und wie es läuft. Damit das gespeichert wird, brauchst du deinen Code.

A

Dein erstes Solo

Stufe 1 · für alle allein ab 20 Minuten 1 iPad

Du spielst frei über ein laufendes Bluesschema. Weil in GarageBand nur noch Bluestöne übrig sind, klingt jeder Ton, den du triffst, richtig. Du kannst dich also ganz auf etwas anderes konzentrieren: wann du spielst und wann du Pause machst.

So gehst du vor
  1. Stell dein Instrument ein wie in Station 4, Schritt 3: Skala → Blues.
  2. Starte ein Playback – die Bluesmaschine hier auf der Seite, eine Aufnahme aus Weg C oder D, oder jemand aus deiner Klasse, der Weg B spielt.
  3. Spiel erst nur einen einzigen Ton im Rhythmus mit. Nur den Grundton, immer wieder. Hör, wie er zu den drei Akkorden unterschiedlich klingt.
  4. Nimm den nächsten Ton dazu. Dann den nächsten. Wander langsam die Tonleiter hoch.
  5. Jetzt frei: spiel kurze Figuren von drei bis fünf Tönen – und lass danach eine Pause. Das ist Call and Response mit dir selbst.
  6. Nimm dich auf: roter Knopf oben in GarageBand, mindestens ein ganzes Schema (12 Takte) durchspielen.
Der wichtigste Tipp: Pausen. Anfänger spielen zu viele Töne. Ein Blues-Solo, das atmet, klingt zehnmal besser als eins, das nie aufhört.

Wenn du mehr willst: Probier einen Ton zu „ziehen" – bei der Gitarre wischst du den Finger nach oben, statt zu tippen. Das ist eine echte Blue Note.

Was du abgibst: eine Aufnahme deines Solos über mindestens 12 Takte.
B

Die Begleitung – du hältst den Blues zusammen

Stufe 2 allein oder zu zweit ab 25 Minuten 1 iPad

Statt zu solieren spielst du das Schema selbst: die drei Akkorde, in der richtigen Reihenfolge, zwölf Takte lang. Dafür legst du dir die Akkorde vorher auf die Tasten – danach ist es ein Fingertipp pro Akkord.

So gehst du vor
  1. Richte die Akkordfelder ein wie in Station 4, Schritt 4. Du brauchst drei: I, IV und V deiner Tonart – am besten als Septakkorde.
  2. Schalte in der Bluesmaschine das Klavier aus und lass Schlagzeug und Bass laufen. Jetzt fehlt genau dein Part.
  3. Spiel das Schema mit: 4 Takte I, 2 Takte IV, 2 Takte I, 1 Takt V, 1 Takt IV, 2 Takte I. Schau dabei auf das Raster der Maschine.
  4. Wenn es sitzt: Probier verschiedene Arten zu spielen. Auf jeden Schlag? Nur auf 2 und 4? Ein langer Akkord pro Takt? Notier dir, was dir am besten gefällt.
  5. Nimm deine Begleitung auf – 12 Takte, im Tempo durchgehalten.

Wenn du mehr willst: Spiel dieselbe Begleitung einmal mit hohen und einmal mit tiefen Basstönen (heller und dunkler Bereich der Akkordfelder). Und such dir eine Mitschülerin oder einen Mitschüler aus Weg A, die oder der ein Solo darüber spielt.

Was du abgibst: eine Aufnahme deiner Begleitung über 12 Takte – und deine Notiz, welche Spielweise dir am besten gefällt und warum.
C

Jam-Session – als Band live spielen

Stufe 3 · anspruchsvoll 2 bis 5 Personen ab 45 Minuten 2–5 iPads

GarageBand kann mehrere iPads zu einer Band verbinden. Ein Gerät ist der Bandleader: Es gibt das Tempo vor, zählt ein und nimmt alles auf, was die anderen spielen. Ihr braucht dafür kein Schul-WLAN – die iPads finden sich selbst.

So richtet ihr die Jam-Session ein
  1. Erst üben, dann verbinden. Verteilt die Rollen – Schlagzeug, Bass, Gitarre, Keyboard, Solo – und übt jede für sich, bis sie sitzt.
  2. Alle stellen dieselbe Tonart und dasselbe Tempo ein.
  3. Auf dem Bandleader-iPad: Zahnrad ⚙︎ → Jam SessionSession erstellen. Das Gerät wartet jetzt auf die Band.
  4. Alle anderen: Zahnrad ⚙︎ → Jam Session → eurer Session beitreten.
  5. Der Bandleader drückt Aufnahme. Alle bekommen einen Einzähler – dann geht's los.
  6. Nach dem Stopp liegt die Aufnahme auf dem Bandleader-iPad und ihr könnt sie anhören.
Screenshot folgt:
Zahnrad → Jam Session → Session erstellen / beitreten
Wenn sich die Geräte nicht finden: Bluetooth und WLAN müssen auf allen iPads an sein, und ihr müsst nah beieinander stehen. Der Flugmodus muss aus sein.

Der schwierigste Teil ist nicht die Technik. Es ist, zusammen im Takt zu bleiben. Zählt vor dem Start laut mit und schaut euch beim Spielen an – so wie eine echte Band.

Was ihr abgebt: die Aufnahme eurer Jam-Session und eine kurze Liste, wer welches Instrument gespielt hat.
D

Im Studio – deinen Blues Spur für Spur bauen

Stufe 2–3 allein oder in der Gruppe ab 45 Minuten 1 iPad

Hier bist du nicht Musikerin oder Musiker, sondern Produzentin oder Produzent. Du nimmst ein Instrument nach dem anderen auf und stapelst sie übereinander, bis eine ganze Band zusammenkommt. Der Vorteil: Du kannst jede Spur so oft wiederholen, bis sie sitzt.

So gehst du vor
  1. Erst planen. Welche Tonart? Welches Tempo? Welche Instrumente? Schreib es unten in dein Feld, bevor du anfängst.
  2. Song auf 12 Takte verlängern. Ein neuer Song ist nur 8 Takte lang. Wechsle in die Spuransicht (Knopf oben links) und tippe rechts am Rand auf das kleine Plus ⊕. Stell die Abschnittslänge auf 12 Takte.
  3. Schlagzeug zuerst. Es gibt das Fundament vor. Nimm 12 Takte durchgehenden Shuffle auf.
  4. Dann der Bass. Über das Plus ⊕ unten links kommst du zur Instrumentenauswahl für eine neue Spur. Spiel den Grundton des Akkords, der gerade dran ist – das reicht völlig.
  5. Dann die Akkorde (Gitarre, Klavier oder Orgel) – wie in Weg B.
  6. Zum Schluss das Solo – wie in Weg A, mit eingestellter Blues-Skala.
  7. Abmischen: Ist etwas zu laut? Über den Regler links an jeder Spur stellst du die Lautstärke ein. Das Solo darf vorne sein, der Bass trägt von unten.
Screenshot folgt:
Spuransicht mit dem Plus am rechten Rand (Abschnittslänge 12 Takte)
Screenshot folgt:
Mehrere Spuren übereinander: Drums, Bass, Orgel, Solo

Wenn du mehr willst: Bau eine Steigerung. Lass das Schlagzeug im ersten Durchgang leiser spielen und im zweiten voll einsteigen – oder setz das Solo erst beim zweiten Durchgang ein.

Was du abgibst: das GarageBand-Projekt oder einen Mixdown (MP3) – und deine Planung von Schritt 1.
+

Kein iPad? Music Studio Lite auf Android

Android-Tablet oder -Handy kostenlos

Music Studio Lite kann vieles, was GarageBand kann: Akkorde auf Felder legen und mehrere Spuren aufnehmen. Damit sind Weg B und Weg D auch ohne iPad machbar.

Akkorde einrichten
  1. Schalte über den rechten Knopf mit der Matrix in die Rasteransicht.
  2. Tippe daneben auf das Zahnrad – die Kacheln fangen an zu wackeln, der Bearbeitungsmodus ist an.
  3. Tippe eine Kachel an und stell darunter ein: Grundton · Oktave · Dur/Moll · Septakkord · Umkehrung.
  4. Für mehrere Spuren: Reiter „Tracks" – dort nimmst du ein Instrument nach dem anderen auf.
Stolperstelle: Music Studio Lite kennt kein b als Vorzeichen, nur Kreuze. Willst du also Es-Dur spielen, musst du Dis-Dur einstellen. Und: Die Lite-Version kann nicht speichern – nimm dein Ergebnis auf oder spiel es direkt vor.
Screenshot folgt:
Rasteransicht mit Akkordkacheln im Bearbeitungsmodus

Abgabe · Dein Blues geht raus

Schritt 1 · Aus GarageBand herausholen

Geh in GarageBand in die Dateiansicht (alle Songs) und halte deinen Song lange gedrückt, bis das Menü kommt. Dort findest du Teilen. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten:

Song (Mixdown)

Alle Spuren zusammen als Audiodatei. Zum Anhören und Vorspielen. Nimm das, wenn du nur dein Ergebnis zeigen willst.

Projekt

Die ganze Datei mit allen einzelnen Spuren. Damit kann man sehen, was du gebaut hast – und weiterarbeiten. Für Weg D ist das die bessere Wahl.

Schick die Datei dann per AirDrop – so, wie es in deiner Klasse vereinbart ist.

Schritt 2 · Checkliste

Schritt 3 · Nachdenken

Kurze Antworten reichen – aber schreib ehrlich. Es geht nicht darum, was gut klingt, sondern was du wirklich bemerkt hast.

Schritt 4 · Dein Bewertungsbogen

Hier findest du Aussagen zu deinem Lernerfolg in diesem Unterrichtsvorhaben. Kreuze zu jeder Aussage den Smiley an, der deiner eigenen Einschätzung am nächsten kommt. Es gibt kein richtig oder falsch – das ist deine Einschätzung, nicht deine Note.

😄 stimmt genau  ·  🙂 stimmt meistens  ·  😐 teils, teils  ·  🙁 eher nicht  ·  😟 stimmt nicht

Die „komplette Mappe" enthält zusätzlich deine Antworten aus den Stationen und deine Notizen von der Bühne.

Zum Schluss noch das: Der Blues ist die einzige Musikform, in der ein falsch getroffener Ton als Stilmittel durchgeht. Wenn du ihn nur lange genug wiederholst, klingt es, als hättest du es so gemeint.

🎛 Bluesmaschine 12 Takte, endlos im Kreis

Bereit.
Tipp auf „Start".